Stadt Dömitz


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Dömitz - eine einladende Kleinstadt an der Elbe

Luftbild Dömitz
Im Südwesten des Landes Mecklenburg liegt, unmittelbar an der Elbe, die alte Festungsstadt Dömitz.
Die heute bald 775 Jahre alte Stadt wurde im Laufe der Geschichte durch die Schifffahrt auf der Elbe und die Lage als Grenzort in einem Dreiländereck von Hannover, Brandenburg und Mecklenburg geprägt.
Das Bild des historischen Stadtkerns von Dömitz bilden noch heute viele Fachwerkgebäude aus dem 19. Jahrhundert.



Das Bild des historischen Stadtkerns von Dömitz bilden noch heute viele Fachwerkgebäude aus dem 19. Jahrhundert. Das historische Rathaus, ebenfalls ein Fachwerkbau, entstand im Jahr 1819. Die evangelische Johanniskirche in der Stadt ist ein neugotisches Bauwerk und wurde im Jahr 1873 fertig gestellt und geweiht. Die Kirche und der Slüterplatz, benannt nach dem in Dömitz geborenem mecklenburgischen Reformator Joachim Slüter bilden zusammen mit den angrenzenden Geschäftshäusern in der Torstraße und der
Fr.- Franz- Straße das Zentrum der Stadt.
Die Kirche der katholischen Gemeinde ist ein Bauwerk des 21. Jahrhunderts.


Johanneskirche im historischen Stadtkern

Ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in der Stadt spiegelt sich in dem Wirken der Vereine und Organisationen. Seit 46 Jahren feiert Dömitz am 11.11. und im Februar des folgenden Jahres den Karneval. Veranstaltungen und der jährliche Karnevalsumzug bringen Tausende Besucher in die Stadt. Im Sommer ist es das Schützenfest mit Umzug und Königsschuß, im Frühjahr und im Herbst ist es der Kanu – Club mit dem An- und Abpaddeln und übers Jahr verteilt sind es zahlreiche Sportveranstaltungen die Dömitz immer wieder zu einem lohnenden Ausflugsziel machen.

Der im Jahr 2000 neu gestaltete Rathausplatz bietet nun ein schönes Ensemble für die Bauernmärkte und den Weihnachtsmarkt in der Adventszeit. Historische Handwerkstechniken und originelles Kunsthandwerk zeigt jährlich zum Pfingstsonntag der Kunsthandwerkermarkt in der Festung im Rahmen der Norddeutschen Tage.
Das älteste und prägendste Bauwerk der Stadt ist die noch heute sehr gut erhaltene pentagonale Festungsanlage. Es ist der einzige vollständig erhaltene Festungsbau der Renaissance in Norddeutschland. Die Festung wurde in den Jahren 1559 – 1565 errichtet und war lange Zeit ein starker militärischer Punkt zur Sicherung der mecklenburgischen Landesgrenze und zum Schutz des Elbüberganges.
Im 18. Jahrhundert wurde auf Geheiß des mecklenburgischen Herzogs hier in der Festung ein Stock- und Tollhaus und später eine Landesstrafanstalt, sie bestand noch bis 1843, eingerichtet.

Der bedeutende plattdeutsche Dichter, Fritz Reuter, verbrachte das letzte Jahr seiner „Festungstid“ (1839-1840) in der Festung Dömitz. Reuters literarisches Werk hat wohl am meisten dazu beigetragen, dass die Stadt weit über Mecklenburgs Grenzen hinaus bekannt geworden ist. Der „Ruklas von ganz Mecklenburg“, wie Reuter einst schrieb, ist Dömitz aber sicher nicht mehr.

Im Jahr 1894 verließ das Militär die Festung und seit einem Jahr darauf unterliegt die Festung einer zivilen Nutzung. 1953 entstand im ehemaligen Kommandantenhaus der Festung ein Museum zur Stadt- und Festungsgeschichte und in der ehemaligen Festungskapelle wurde 1958 eine Gedenkhalle für Fritz Reuter eingerichtet. Heute ist die Festung jährlich für mehrere Tausend Touristen ein interessantes Ausflugsziel in Norddeutschland.
Sonnenuntergang an der Elbe

Die alten Dömitzer Elbebrücken waren nach ihrer Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkrieges viele Jahre ein Mahnmal für die Zerstörungen des zweiten Weltkrieges und der deutschen Teilung. Durch die innerdeutsche Grenze war die Stadt für Besucher von 1961 – 1973 nicht, oder nur mit einem Passierschein zu erreichen. Die Öffnung der innerdeutschen Grenze, brachte die entscheidenden Voraussetzungen für eine neue und demokratische Entwicklung in Dömitz.
Am 18.12.1992 wurde die neue Elbestraßenbrücke im Verlauf der B191 für den Verkehr freigegeben und ist seit dem ein Beispiel und ein Symbol für die Wiedervereinigung Deutschlands und den politischen und wirtschaftlichen Neubeginn in dem Gebiet der ehemaligen DDR.

Eine für den Tourismus reizvolle Möglichkeit in unmittelbarer Stadtnähe sind die guten Bedingungen für den Wassersport. Gut eingerichtete Fahrgastschiffe verkehren von Dömitz nach Hitzacker und auf der Müritz- Elde- Wasserstraße und ermöglichen Freunden von Schiffsfahrten den Besuch unseres Ortes. Vorzüglich eignet sich Dömitz auch als Ausgangspunkt für Motor- und Paddelbootfahrten, gelangt man doch von hier über die Elde in das Gebiet der mecklenburgischen Seen sowie in den Schweriner See.
Panoramablick auf Dömitz

Auch für die vielen Radfahrer, die unsere Stadt besuchen, hat die Region um Dömitz einiges zu bieten. Ein reizvolles Landschaftsschutzgebiet in der Elbniederung bei Dömitz sind die bis zu 42 Meter hohen Wanderdünen in dem Dömitzer Ortsteil Klein Schmölen.
Einen wunderschönen Blick in die sich weiträumig erstreckende Elbtalaue erhalten die Besucher beim Überqueren der neuen Elbestraßenbrücke.



Nach den sanierten Straßen und einer schon großen Zahl rekonstruierter Häuser und reizvoller Fachwerkgebäude in dem historischen Altstadtbereich bietet Dömitz dem Besucher heute eine freundliche, einladende Kleinstadtatmosphäre.
Im Juni 2012 kann unsere Stadt ihr 775jähriges Stadtjubiläum begehen.



Erstellt am 2004-03-24 12:12:41 von doemitz
Aktualisiert am 2010-05-11 13:27:20 von Bibliothek
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Wanderdüne Rathausplatz Festung 16. Jh. Elbestraßenbrücke